Samstag, Februar 25, 2006

Krankenhaus - Klappe die Zweite!

Gestern war nun die ersehnte Operation und ich bin mittlerweile wieder richtig auf dem Damm! Zum Glück wurde ich gleich nach dem Wecken in den OP geschoben, dort wurde mir ein Katheter gelegt und dann....erwachte ich erst wieder im Aufwachsaal. Jedem der Katheter hört bzw. sich eine Vorstellung davon macht, graut es wohl, aber in meiner Lage ist es eine sehr sehr angenehme Sache, denn mein Bein wird somit vom Oberschenkel bis kurz vor dem Fuß lahm gelegt. Mag mir gar nicht vorstellen was es für Schmerzen wären ohne dieses Instrument und die benebelnden Mittel!

Ein nettes Bild na?Als wenn ich nicht immer nüchtern wäre! ;)


Der gestrige Tag war nicht wirklich so ausgestaltet, als dass ich Bäume hätte rausreißen können und so schlief ich, aß ich...und so weiter.
Kurz vor vier in der Nacht war dann ein Lärm auf dem Flur, dass wir nicht mehr schlafen konnten und meine Bettnachbarin und ich verbrachten die Zeit mit Schwatzen :). Bekanntlich die Lieblingsbeschäftigung aller Frauen!

Zu meinem Übel musste ich natürlich meinen Poppo auf einen berüchtigten Schieber heben, aufstehen konnte ich ja nicht. Furchtbar! Versuch mal einer mit einem tauben und dazu frisch operiertem Bein, vollgedröhnt mit Schmerzmitteln, auf so einem Ding relaxt Platz zu nehmen...ne ne ne. Umso mehr erfreute ich mich, als der Visitearzt mir heute morgen verkündete, dass ich Gehilfen bekäme und fortan allein auf die Toilette könne bzw. nicht mehr auf den Schieber. Hilfe benötige ich nämlich immernoch um mein Bein relativ gerade zu halten. Hier sind meine dollen Dinger ;) :
Ein wahrer Segen kann ich nur sagen!!!





Man glaubt gar nicht wie schnell so ein Tag vorbei geht. Umsorgt wird man, bekommt seine Mahlzeiten und wenn man aus dem Fenster schaut, kann man sich glatt als "Spanner" fühlen. Die Neubauten sind mit großzügigen Fenstern ausgestattet, welche man doch zuziehen sollte wenn man auf einem Schieber Platz genommen hat. Möglicherweise fallen sonst die Männer Schaarenweise vom Balkon!grins.
Ja wie im Urlaub fühle ich mich manchmal, Balkons, gelbe Jalousinen ( hat was von Toskana), Vier-Gänge-Menü, nettes Personal...:)

Und zum Schluss noch mein Begleiter in guten wie in schlechten Tagen, mein Schlumpf! Sehr lange hält er mir bereits die Treue und gibt mir immer eine Schulter zum Anlehnen. Er durfte mir hier im Krankenhaus natürlich nicht fehlen.


Einen lieben Dank an alle Freunde und Bekannte, die mich besuchen, besuchten, an mich denken und für mich beten!
Seid alle herzlichst gegrüßt!