Mittwoch, Mai 24, 2006

Heute vor drei Monaten...

...war meine Kreuzbandoperation. Da ich noch nie operiert wurde, war es keine leichte Entscheidung diese durchführen zu wollen. Was auf mich zukommen sollte, konnte ich nur erahnen und dachte trotzallem immer recht positiv. Es ist jetzt gegen 10 Uhr und ich glaube da lag ich noch total betäubt im Aufwachraum. Die ersten beiden Tage waren nicht sonderlich angenehm, aber danach ging es stätig bergauf mit meinem körperlichen und seelischen Zustand. Durch einen dummen Versuch meinen Körper mehr abzuverlangen als nötig gewesen wäre, kamen die alten Leiden wieder zum Vorschein und ich musste einsehen, dass es ohne OP nicht mehr geht. Viele liebe Freunde haben mich in den schweren Tagen begleitet und waren für mich da. Ich, ein freiheitsliebender Mensch, musste mich nun in die Abhängigkeit seiner Lieben begeben und es war nicht immer einfach zuschauen zu müssen, wie alles für einen erledigt wird. Stück für Stück aber kam die gewohnte Lebensqualität zurück. Jemand meinte mal zu mir " höre auf dein Knie, es sagt dir genau wie es ihm geht und was es verträgt". Eine komische Aussage dachte ich zunächst, doch es stimmte. Wenn irgendwas zu viel war, "meckerte" es am nächsten Tag.
Ich glaube ich bin zum ersten Mal in meinem Leben durch die OP richtig vorsichtig gewesen und mutete mir bezüglich manchen Sportübungen lieber weniger zu als zuviel. Es schwang schließlich immer die Angst mit, dass es wieder reißen könne und nochmal die ganze Prozedur von vorn beginnen zu müssen.
In meiner Zeit der Genesung wurde ich neben meinen Freunden auch sehr stark von lieben und netten Therapeuten betreut. Physiotherapeuten sind ein seegen für die Menschheit! Zwar war ich auch manchmal kritisch was einige Bewegungen oder Mobilmachungen anging, doch vertraute ich ihnen immer und bisher muss ich sagen toi toi toi, dass alles so gut verlaufen ist!
Draußen scheint die Sonne und ich hatte damals gehofft im Mai wieder Rennradfahren zu können. Vor zwei Tagen bin ich es, wenn auch nur von mir ins Fitnessstudio. Es geht mir richtig gut, trainiere meinen Muskel wieder auf, kann Wandern gehen, von A nach B mit dem Fahrrad fahren, mittlerweile auch wieder Tanzen und habe dank der OP auch neue liebe Leute kennengelernt, die mein Leben sehr bereichern.
Man steht oft im Leben vor einer Weggabelung und muss sich entscheiden, gehe ich nach rechts oder nach links. Damals beugte ich mich auch dem Druck meiner Freunde und musste einsehen, dass ich ansonsten noch Monate Probleme haben werde. Somit beschritt ich aus heutiger Sicht mit der OP den richtigen Weg und viele neue Perspektiven in körperlicher, geistiger, seelischer, sportlicher und menschlicher Hinsicht wurden mir gezeigt bzw. konnte ich erkennen.
Ich bin froh, dass es mir so gut geht und danke allen, die mich bisher stets motivierten und an meiner Seite ausharrten und hoffe auch, dass ihr mir noch lange erhalten bleibt!!!!!!!! :)

1 Comments:

At 3:54 PM, Blogger martha said...

es ist immer gut, an die entscheidungen nachzudenken und ja-- ich hatte /habe auch was mit meiner OP vom Ruecken zu kaempfen-- deswegen-- schenke ich dir: RESPEKT!

 

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