Montag, Juni 05, 2006

Heimat

Ich denke viele von Euch können sicherlich einen Ort beschreiben, den sie Heimat nennen bzw. an dem sie sich geborgen fühlen und gern dorthin fahren und ein bisschen verweilen. Selbst nach fast 6 Jahren Jena ist mein Heimatgefühl immer noch mein Ort Bielen, in dem ich aufgewachsen bin. Nach maximal drei Wochen der Abwesenheit zieht es mich dorthin um Kraft zu tanken und Zeit mit meinen Eltern, Großeltern und Freunden zu verbringen. Es fühlt sich stets wie Urlaub an, auch wenn so manche Feierlichkeit doch noch am nächsten Tag zu spüren ist, in welcher Form bleibt mal außen vor! :)

Meine Eltern bzw. Großeltern haben mehrere Gärten und wahrlich viel Rasen rundherum. Da Rasenmähen eins meiner und auch Kathrins Lieblingsbeschäftigungen ist, wurde also Samstagmorgen der neue Rasenmäher ausprobiert. Der letzte machte meist nach einer halben Stunde schlapp und brauchte wahrlich oft eine Stunde, damit er wieder lief. Zeitverschwendung, also musste ein neuer her.




Meine Omi mit ihren 82 Jahren bewirtschaftet immer noch ihren eigenen Garten, doch der Rasen ist dann doch unsere Aufgabe.
Hier sieht man meinen Paps und Omi bei der Begutachtung, ob das neue Teil auch laufen wird.

Mit solch einem schönen Holzharken wurde anschließend alles zusammengeharkt. Es macht Spaß nicht nur immer am Schreibtisch zu sitzen, sondern auch andere körperliche Tätigkeiten zu vollrichten.

Wer kennt das nicht, eine riesige Rasenfläche vor sich zu haben und unendlich viele Kleeblätter. Doch mal ehrlich, wie oft geht man betrübt von dannen, weil kein 4-blättriges gefunden wurde?
Ha ich Glückskeks, ich fand eins und das obwohl ich nur kurz schaute. Intuition sag ich nur, denn vorher dachte ich schon: Mensch, schau mal nach, du findest bestimmt eins. :)

Abends war mal wieder eine Feierlichkeit im Hause angesagt. Kathrin meinte die Sonnenblume in meinem Haar würde mir stehen. :) Na ich weiß ja nicht!grins


Meine Mama grinste auch an diesem Abend ständig vor sich hin, dass sie vor meiner Kamera nicht ausweichen konnte und verewigt wurde. :)
Es war mal wieder eine schöne lange Feier, mit vielen interessanten Geschichten der Generation vor uns. Falls ich wirklich mal als Geschichtslehrer tätig sein sollte, sind doch unsere Vorfahren die besten Quellen. "Oral History" nennt man diese Art der Geschichtsermittlung. Es ist toll, eigene Quellen zu haben, vor allem was die damalige DDR Geschichte angeht.

Heimat, Energie getankt, Informationen gesammelt und eine Menge Erfahrungen hinzugewonnen. :) Das sind Momente die in Erinnerung bleiben.