Montag, Dezember 11, 2006

Die Hütte

Am ersten Dezemberwochenende stand mal wieder "Hütte" an. Was meine ich mit Hütte? Mitten im Thüringer Wald befindet sich eine Hütte des Skivereins. An der Schmücke am Rennsteig fährt man noch ein paar Meter mit dem Auto, lässt dieses dann auf einem Parkplatz die nächsten Tage die klare Waldluft genießen, während man selbst mit Sack und Pack noch circa 20min durch den Wald stapfen muss.
Die Hütte:Das besondere hier ist, es gibt keinen Strom und kein fließend Wasser aus einem Wasserhahn.
Man muss also mit einem Wassereimer losziehen und das Wasser aus dem Flüsschen nebenan holen.Einen leckeren Kaffe gibt es dann auch erst, wenn der Herd angemacht wurde und darauf das Wasser kochen kann.
Nur ein paar Kerzen spenden in den Räumen Licht. Natürlich haben wir, so clever wie wir sind, Stirnlampen dabei, sonst kochen die "Kochverantwortlichen" ja im Dunkeln und ob das dann schmecken würde, naja, ich weiß ja nicht. ;) Und wer jetzt denkt, dann nehmt doch Kerzen. Habt ihr aber mal im Sommer eine Kerze in die Sonne gestellt? Genau, sie verbiegt sich und genau dasselbe würde am Herd passieren. Übrigens befindet sich dort die wahrscheinlich höchste Sauna Thüringens, selbstgebaut natürlich von den Mitgliedern. Also hinter dieser offenen Tür einmal noch links und man steht drinnen. Und die Abkühlung erfährt man unten in einem Bottich, natürlich nur die Mutigen! Die weniger Mutigen, die Luschen sozusagen(HAHAHA), nehmen den kleinen Eimer und schütten ihn über sich. Also rechts der Bottich, links die Eimer:
Na und wenn es kein fließendes Wasser gibt, dann gibt`s auch keine Klospülung, sondern nur ein süßen Donnerbalken mit Behausung!Einen wunderbaren Waldblick hat man übrigens vom Donnerbalken aus ;).
Die Schlafmöglichkeiten erinnern irgendwie an Ferienlagerstimmung. Ein Raum mit 6 Betten und einen mit 9 Betten gibt es. Um ganz oben hinzugelangen muss man ein wenig gelenkig sein, ich bevorzugte die Mitte. Kathrin lag ganz oben wie man sieht. Am Samstag sind wir quer über den Schneekopf bzw. daran vorbei zur Schmücke gewandert und haben uns auf einen leckeren Glühwein gefreut. :) Nach dem Zweiten war es auf einmal gar nicht mehr so kalt draußen und die Beine natürlich wie Gummi. Gleichgewichtsstörungen waren glaube ich auch vorhanden! :)Wenn Stadtmenschen ( im Moment zähle ich mich ja auch zu dieser Spezies ;) ) mal in die Natur kommen, müssen sie natürlich alle Erfahrungen mitnehmen. Also wurde gehackt und gehackt und gehackt und garantiert niemand verletzt.Der Abend war total idyllisch und wir musizierten am Feuer.Zwischenzeitlich saunierten wir eine Runde und Dirk und ich blödelten herum.
Später war dann Gruppenkuscheln angesagt.
Sonntag begaben wir uns unter die Goldsucher, nein, eigentlich Schneekopfkugelsucher (was für ein Wort!). Mit Hammer bewaffnet zogen Dirk, Kathrin und ich los und suchten Steine im Fluss, die eine Schneekopfkugel enthalten könnten. Ich sag nur, wir fühlten uns wie Goldsucher.Eigentlich müssten sie anders aussehen, aber mein Fund hatte schon große Ähnlichkeit mit einer Schneekopfkugel.Übrigens gesund lebten wir auch, es gab frischen Schnittlauch und lecker Becherovska. Dann klappts auch mit der Verdauung! :)
Zum krönenden Abschluss waren wir am Sonntag noch mal auf dem Schneekopf, der früher von den russischen Soldaten besetzt war. Erst nach der Wende war dieser für alle zugänglich. Da oben pfiff es mächtig und war bitterkalt!brrrrrrrEin erholsames Wochenende war es und beim nächsten Mal erhoffen wir uns Schnee!

1 Comments:

At 2:03 PM, Anonymous Anonym said...

Oh, das sieht aber richtig schön Hänsel&Gretel-Wald-artig aus dort! Hat was.(bis auf den Teil mit dem "Kein fließend Wasser...*gg*)

Was eine Schneekopfkugel is, hab ich gleich mal gegoogelt. Meinste, ich kann mir das als Weiterbildung anrechnen lassen?
Lieben Gruß zurück! (und danke fürs Mitgefühl!;-))

 

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